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Ein offensiver und kritischer Umgang mit der Politik

Leonberger Kreiszeitung v. 23.01.2020

Redaktionsleiter Thomas K. Slotwinski spricht über die Selbstverständlichkeit einer Lokalzeitung. Arnold Einholz

Auch im digitalen Zeitalter wollen viele Menschen die Anmutung einer gedruckten Zeitung in der Hand genießen“, sagt Thomas K. Slotwinski. Der Redaktionsleiter der Leonberger Kreiszeitung ist zum Thema „Umbruch der Medienlandschaft im digitalen Zeitalter und in Zeiten von Fake News“ zu Gast bei der Senioren-Union Leonberg und beantwortet viele Fragen der mehr als 30 interessierten Zuhörer.
„Wir wüschen uns eine Presse, die die Menschen dazu anregt, es zu wagen, den eigenen Verstand zu nutzen und nicht eine, die belehrt“, sagt zur Begrüßung Malte Bauer, der stellvertretende Kreisvorsitzende Senioren-Union.

Hohe Glaubwürdigkeit
Welch hohen Stellenwert vor allem das geschriebene Wort hat, verdeutlicht der Referent mit einigen statistischen Zahlen aus der Marktforschung: Mehr als 60 Prozent der Bundesbürger lesen täglich Zeitung. Jedes Exemplar wird von 2,7 Lesern in die Hand genommen, denn mehr als 75 Prozent der Bezieher teilen ihre Zeitung auch mit anderen. Eine Verschiebung gibt es gegenwärtig bei Thema gedruckte Zeitung oder Online-Ausgabe. Die digitalen Abonnements verzeichnen hohe Zuwachsraten. Auch das Alter der Leser spielt eine Rolle, ob sie sich für die Papier-Ausgabe oder das E-Paper entscheiden. So beziehen von den 14- bis 29-Jährigen 74 Prozent ihre Zeitungsnachrichten aus der digitalen Ausgabe. „Aber viele haben auch beides, denn auch im Urlaub, oder wenn man verreist, will man nicht auf seine Zeitung verzichten“, wirft eine Zuhörerin in die Diskussion ein.
Was sie als Stärken einer Zeitung empfinden, will Slotwinski von den Zuhörern wissen. „Also, wenn ich so nachdenke, glaube ich schon das, was in der Zeitung steht“, liefert ein Zuhörer ihm das Stichwort für weitere statistische Zahlen.
Mit 38 Prozent ist die Zeitung das glaubwürdigste Medium bei lokalen Themen. Es folgt mit 19 Prozent das öffentlich-rechtliche Fernsehen und das Schlusslicht ist mit drei Prozent das private Fernsehen. „Wir haben den Anspruch, dass die Nachrichten, die wir bringen, korrekt und seriös sind“, erklärte der Referent das Selbstverständnis einer Redaktion. Im Gegensatz zu den sozialen Netzwerken, in denen die Nutzer häufig auf ein Leitwort anspringen, Kommentare lanciert werden, ohne die Story zu lesen und es die Neigung gibt, Unflätigkeiten zu verbreiten.

Hintergründe erklären
Bei der Zeitung, egal ob gedruckt oder digital, gehe es nicht nur um Aktualität. Vor allem stehe eine Zeitung dafür, die Hintergründe zu erklären, hinter die Kulissen zu schauen, aufzuzeigen, wie Dinge sich entwickeln. „Diese ausführliche Form und diese Analyse kann kaum ein anderes Medium in der Form bieten“, sagt Slotwinski.
Obwohl die Lokalzeitung ein heterogenes Publikum bediene, sei es ihre Aufgabe, die lokale Realität so weit wie möglich widerzuspiegeln. Das sei ihre große Stärke.
„Es gilt politischem und interessensgebundenem Druck standzuhalten“, erläutert der Redaktionsleiter. Ihre Aufgabe sei, sich mit den politischen Kräften in der Region auseinanderzusetzen. „Totschweigen bringt nichts, sondern es heißt, offensiv und kritisch mit den Themen und den Politikern umgehen“, gibt der Referent den Zuhörern mit auf den Nachhauseweg.

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mit freundlicher Genehmigung der   Leonberger Kreiszeitung

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