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Das Johannes-Kepler-Gymnasium Leonberg ist Vorreiter bei der Digitalisierung

 

v.l.n.r.: Schulleiter Roman Peters, Sabine Kurtz MdL, stellv. Schulleiterin Margarete Ruthardt


Pressemitteilung vom 12.12.2016.

Das Johannes-Kepler-Gymnasium Leonberg ist Vorreiter bei der Digitalisierung
Am vergangenen Dienstag, 6. Dezember 2016, besuchte die Leonberger Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz das Johannes-Kepler Gymnasium in Leonberg. Dort gab es für die Bildungspolitikerin die Gelegenheit, die Whiteboards zu begutachten, die an dieser Schule seit drei Jahren zunehmend die klassische Tafel ersetzen. Mit dem Whiteboard haben die Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit, sowohl per Touch-Steuerung oder Maus und Tastatur den Unterricht innovativ zu gestalten. Neben der klassischen Nutzung als Tafel erlaubt das Whiteboard die Einbeziehung des Internets in den Unterricht zum Beispiel zu Recherchezwecken. Mit Lehrprogrammen verschiedener Verlage können Schulbücher digital angezeigt und vergrößert werden, Arbeitshefte können direkt bearbeitet werden und per Kamera entsteht die Möglichkeit, Arbeitsblätter und Mitschriebe der Schülerinnen und Schüler an der Tafel zu zeigen. Die Umstellung von der Tafel auf das Whiteboard bietet zudem in der Unterrichtsvor- und Nachbereitung einige Vorteile; so lassen sich Unterrichtsmitschriebe bereits im Vorhinein erstellen, speichern und im Unterricht an der Tafel laden. Die gespeicherten Unterrichtsmaterialien können fehlenden Schülerinnen und Schülern anschließend per E-Mail zugänglich gemacht werden. „Bei der Digitalisierung müssen wir auch in der Schule Schritt halten“, meint Schulleiter Roman Peters mit Stolz auf die gelungene Umstellung. Inzwischen sind die Klassenzimmer des Johannes-Kepler-Gymnasiums vollständig mit Whiteboards ausgestattet. „Die Eingewöhnung und Umstellung des Unterrichts gelingt schrittweise“, weiß Margarete Ruthardt und freut sich über die Bereitschaft des Kollegiums und sowie der Schülerinnen und Schüler, sich auf die Neuerung einzulassen.


Im Gespräch mit Roman Peters und der stellvertretenden Schulleiterin Margarete Ruthardt ging es aber auch um die Lehrerversorgung und den Lehrermangel, vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich. Gerade in den Fächern Physik, Biologie und Chemie wanderten viele Absolventen nach dem Studienabschluss in die Wirtschaft ab, da dort die Vergütung attraktiver ist als im öffentlichen Dienst. „Als Gymnasium, das den Namen des großen Astronomen Johannes Kepler trägt, fühlen wir uns den Naturwissenschaften besonders verpflichtet“, bedauert der Schulleiter den Lehrermangel in den MINT-Fächern.
Die Schulleitung wies außerdem darauf hin, dass dem Regierungspräsidium zu wenige Lehrkräfte für Krankheitsvertretungen zur Verfügung stehen, was bei Schwangerschaften und kurzfristigen Krankheiten vermehrt zu Unterrichtsausfällen führe. Verbesserungsbedarf gäbe es auch, so Roman Peters, bei der Ausstattung mit zusätzlichen Entlastungsstunden für Aufgaben, die vermehrt von Schulleitungen und Lehrkräften neben der Unterrichtstätigkeit wahrgenommen werden müssten. Diese Tätigkeit dürfe nicht auf Kosten von Unterrichtszeit und Unterrichtsqualität gehen. Als Beispiel gelte die Verwaltung von Lernmitteln und die aufwändige Betreuung der Computerausstattung, die im Besitz der Kommunen seien, jedoch mangels kommunaler Arbeitskräfte meist von Lehrern und damit durch das Land verwaltet werden. Sabine Kurtz sah darin eine Bestätigung ihres Eindrucks, dass die Aufgabentrennung zwischen Land und Kommunen zunehmend problematisch werde und dass „wir neben den Lehrkräften zusätzlich andere Berufsfelder an unseren Schulen benötigen, um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, wie zum Beispiel die Schulsozialarbeit und die Krankenbetreuung“.

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